Una Health für Diabetes wird nicht im DiGA-Verzeichnis geführt
Die zuletzt am häufigsten verordnete DiGA für Typ-2-Diabetes ist nicht gelistet: Der vorläufige Rechtsschutz, auf dessen Grundlage Una Health für Diabetes von Juni 2026 bis September 2026 im DiGA-Verzeichnis geführt wurde, ist entfallen – seit dem 28. September 2026 ist unsere digitale Therapie damit nicht mehr erstattungsfähig. Diese Entscheidung überrascht und enttäuscht uns. Unser Ziel: Menschen, die aktuell im Programm sind, weiterhin begleiten.
Berlin, 29. September 2026 — Die Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) Una Health für Diabetes zur Unterstützung von Menschen mit Typ-2-Diabetes (ICD-10: E11) wird nicht im DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geführt. Im März 2026 wurde Una Health für Diabetes aus dem DiGA-Verzeichnis gestrichen. Diese Entscheidung teilen wir nicht. Umso mehr hat es uns gefreut, dass uns das Sozialgericht Hamburg im Juni 2026 vorläufigen Rechtsschutz gewährt hat – auf dieser Grundlage haben wir unsere digitale Therapie mit voller Überzeugung weiter angeboten.
Dass dieser vorläufige Rechtsschutz nun in zweiter Instanz aufgehoben wurde, hat uns überrascht und enttäuscht. Mit seinem Wegfall entfällt auch die Listung im DiGA-Verzeichnis – und damit die Grundlage für Verordnung und Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen.
An unserer Haltung ändert das nichts: Wir stehen hinter unserem Programm, hinter unserer Evidenz und hinter allen Menschen, die mit Una Health und Typ-2-Diabetes leben und arbeiten. Damals wie heute sprechen aus unserer Sicht sowohl unsere klinischen Daten als auch die Erfahrungen aus Praxen und aus unserem Programm für den Nutzen von Una Health für Menschen mit Typ-2-Diabetes. Das Verfahren ist nicht abgeschlossen; wir prüfen die Entscheidungsgründe sorgfältig.
Was gleich bleibt
Una Health für Diabetes ist und bleibt ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt. Auch unser Team, unsere Ansprechpersonen und unser Support sind unverändert erreichbar – über dieselben Kanäle wie bisher.
Was das für Nutzer:innen und Praxen bedeutet
Unser Ziel ist es, allen Menschen, die aktuell im Programm sind, ihre laufende Anwendung weiterhin zur Verfügung zu stellen – dafür setzen wir uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ein. Wir informieren Praxen und Nutzer:innen direkt und melden uns bei allen, die bereits im Programm sind, mit konkreten nächsten Schritten. Neue Verordnungen können ohne Listung im DiGA-Verzeichnis nicht bei den gesetzlichen Krankenkassen eingelöst werden.
Unsere klinischen Daten
In der randomisierten kontrollierten Studie EVALUNA zeigte Una Health für Diabetes aus unserer Sicht klinisch bedeutsame und statistisch signifikante Verbesserungen in der Diabetestherapie:
Signifikante Blutzuckersenkung: In der Gesamtpopulation erzielte Una Health für Diabetes eine klinisch bedeutsame absolute HbA1c-Reduktion von 0,71 %. Außerdem erreichten Nutzer:innen von Una Health für Diabetes mehr als doppelt so häufig das Therapieziel eines HbA1c-Werts unter 6,5 % wie Patient:innen unter Standardversorgung — ein statistisch signifikanter Unterschied.
Erfolg durch Verhaltensänderung statt Medikamenteneskalation: Patient:innen mit Zugang zur Una Health App hatten im Vergleich zur Standardversorgung eine um 50 % geringere Wahrscheinlichkeit, dass ihre medikamentöse Therapie intensiviert werden musste.
Daten zur Hochrisikogruppe: Den größten Unterschied zeigten die Studiendaten bei Patient:innen mit einem HbA1c ≥ 8,0 %. Fast die Hälfte (48,9 %) der Patient:innen ohne Una Health benötigte innerhalb von sechs Monaten stärkere Medikamente – bei Nutzer:innen von Una Health war dies nur bei 16,3 % nötig, bei einer durchschnittlichen HbA1c-Reduktion von 1,29 %.
Spürbare psychologische Entlastung: Der Anteil der Patient:innen mit hoher krankheitsbedingter Belastung (Diabetes Distress) halbierte sich in der Interventionsgruppe; gleichzeitig stieg das Empowerment signifikant.
Hohe Therapietreue: Rund 77 % der Nutzer:innen waren auch nach sechs Monaten noch aktiv.
Erfahrungen aus Praxen und aus unserem Programm
Una Health für Diabetes war zuletzt die am häufigsten verordnete digitale Gesundheitsanwendung für Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland.¹ Für uns ist das ein starkes Signal von Menschen mit Typ-2-Diabetes, Ärzt:innen und Diabetesberater:innen, dass die Anwendung im Versorgungsalltag einen Mehrwert bietet. An unseren klinischen Daten und an diesen Erfahrungen hat sich nichts geändert.
Ausblick
„Auch wenn wir diese Entscheidung sehr bedauern: An unserer Überzeugung ändert sie nichts. Die Daten der EVALUNA-Studie und die Erfahrungen aus tausenden begleiteten Therapien zeigen den klinischen Nutzen von Una Health für Diabetes jeden Tag aufs Neue. Unser Fokus liegt jetzt auf zwei Dingen: der verlässlichen Betreuung aller aktiven Nutzer:innen – und einem strukturierten Weg zurück in die Erstattungsfähigkeit. Über jeden Schritt werden wir Praxen, Diabetesteams und Patient:innen aktiv informieren“, sagt Pascal Grimm, Geschäftsführer der Una Health GmbH.
Una Health bleibt dem Ziel verpflichtet, die Lebensqualität von Menschen mit metabolischen Erkrankungen zu verbessern. Wir prüfen die Entscheidungsgründe sorgfältig und informieren Praxen, Diabetesteams und Nutzer:innen über jeden weiteren Schritt.
Als Ärzt:innen, Diabetesberater:innen und Praxisteam wenden Sie sich bei Rückfragen zur Fortführung bestehender Therapien an den Una Health Support für Fachkreise: +49 30 863232552. Als Menschen mit Typ-2-Diabetes erreichst Du den Kundensupport unter +49 30 863232550.
Über Una Health
Die Una Health GmbH ist ein Pionier in der digitalen Gesundheitsversorgung mit dem Ziel, die Behandlung von Typ-2-Diabetes durch Technologie und Datenintelligenz nachhaltig zu verbessern. Das Unternehmen entwickelt Lösungen, die über die punktuelle Medikation hinausgehen und eine evidenzbasierte Unterstützung im Versorgungsalltag ermöglichen.
Pressekontakt
Una Health GmbH · Schönhauser Allee 6/7, 10119 Berlin · E-Mail: marketing@unahealth.de · Website: www.unahealth.de
Quellenhinweise
EVALUNA-RCT (Clinical Study Report): HbA1c-Reduktion, Medikamenteneskalation, Diabetes Distress, Empowerment, Adhärenz.
¹GKV-Spitzenverband (2023): Bericht über die Inanspruchnahme und Entwicklung der Versorgung mit Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA). Fokus: Verordnungszahlen und Retention-Raten im Marktdurchschnitt. [Online verfügbar unter: Link]
¹GKV-Spitzenverband (2024): Bericht über die Inanspruchnahme und Entwicklung der Versorgung mit Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA). Aktuelle Daten zur Adhärenz und Marktdynamik. [Online verfügbar unter: Link]