Zusammenfassung der Expert:innen -Vorgaben aus dem dt-report 2025

Medikation (Rang 1,7) und Lebensstil (Rang 2,1) bilden laut 1.200 Fachkolleg:innen das Fundament der Zukunft. Unsere Analyse zeigt, wie das Konzept der „Hybrid Care“ durch die DiGA Una Health die medikamentöse Therapie digital flankiert und wie Sie diese Unterstützung ohne Budgetbelastung in Ihren Praxisalltag integrieren.

Der Praxisalltag in der Diabetologie und Hausarztmedizin steht 2026 vor massiven Herausforderungen. Wir beobachten eine Schere, die immer weiter auseinandergeht: Während die Prävalenz von Menschen mit Diabetes Typ 2 kontinuierlich steigt, sinkt die Zahl der spezialisierten Fachkräfte und Hausarztpraxen spürbar (dt report 2025). In diesem Spannungsfeld sind effiziente, skalierbare Lösungen gefragt, die über die rein medikamentöse Therapie hinausgehen. Doch wie weit ist die digitale Realität in Deutschlands Praxen bereits fortgeschritten?

Der aktuelle dt-report 2025 liefert hierzu die fundierteste Datenbasis des Jahres. Über 1.200 Expert:innen – darunter Diabetolog:innen, Hausärzt:innen, Diabetesberater:innen und MFAs – sowie Patient:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden umfassend befragt. Herausgegeben von führenden Köpfen wie Prof. Dr. Bernhard Kulzer, beleuchtet der Report den Status Quo von der Telemedizin über CGM-Systeme bis hin zur Akzeptanz von Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) [1, 4].

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Fachlich geprüft von:
Dr. Matthew Fenech (MD)
Diabetologe, Gründer und Medizinischer Leiter von Una Health

 


1. Zusammenfassung: Die Lage der Diabetes-Typ-2-Versorgung in Deutschland

Die Versorgungssituation für Menschen mit Diabetes Typ 2 (T2D) stellt sich derzeit paradox dar: Die technologischen Möglichkeiten, den Glukosestoffwechsel präzise zu steuern, waren nie besser, dennoch bleibt die flächendeckende Umsetzung im Patientenalltag schwierig.

  • Fachkräftemangel als Systemrisiko: Die Zahl der diabetologischen Schwerpunktpraxen (DSPs) ist laut Report rückläufig (-9,7 %) [1]. Dies führt zu einer massiven Lastverschiebung in die hausärztliche Versorgung, wo Zeit für intensive Lebensstilberatung oft fehlt.

  • Die kritische Versorgungslücke: Ein signifikanter Teil der Patient:innen wird im entscheidenden Zeitraum nach der Diagnose nicht intensiv genug begleitet, um irreversible Langzeitschäden an Gefäßen und Organen zu vermeiden.

  • Technologie als neuer Standard: Expert:innen werten Technologie nicht mehr als optionales „Add-on“. Vielmehr wird sie als integraler Bestandteil einer leitliniengerechten Therapie gesehen, der die Brücke zwischen den vierteljährlichen Praxisbesuchen schlägt.

 

2. Diese 5 Erkenntnisse des dt-reports 2025 bewegen uns bei Una Health

2.1. Medikamentöse Therapie als Basis – Verhaltensänderung als notwendiger Partner

Die Ergebnisse des dt-report 2025 verdeutlichen die aktuelle Priorisierung in der medizinischen Fachwelt: Mit einem durchschnittlichen Rang von 1,7 werden medikamentöse Ansätze als der entscheidende Faktor für die mittelfristige Zukunft der Typ-2-Therapie angesehen. Verhaltensbezogene Ansätze folgen mit einem Wert von 2,1, noch vor rein technischen Ansätzen (2,2).

Diese Daten spiegeln den aktuellen Boom hochwirksamer Pharmazeutika (wie GLP-1-Rezeptoragonisten) wider. Doch für Sie als HCP bedeutet das auch: Medikamente legen zwar den biologischen Grundstein, ihr volles Potenzial zur langfristigen Stabilisierung entfalten sie jedoch erst im Zusammenspiel mit dem Lebensstil.

Diagramm 1: „Die Zukunft der Typ-2-Therapie“, Quelle: dt-report 2025.

Das digitale Programm von Una Health versteht sich nicht als Konkurrenz zur Medikation, sondern als deren Wirkverstärker. Während die medikamentöse Therapie (Rang 1,7) die Stoffwechsellage adressiert, unterstützt unsere DiGA die Patient:innen dabei, die ebenfalls hoch priorisierten verhaltensbezogenen Anpassungen (Rang 2,1) im Alltag umzusetzen. Una Health hilft dabei, das durch die Medikation erreichte Niveau durch biologisches Feedback und gezielte Lebensstilinterventionen nachhaltig abzusichern und so eine langfristige Therapieadhärenz zu fördern.

2.2. Der Effekt von CGM-Nutzung und intermittierendem Sensor-Feedback

Glukosesensoren haben die Therapie revolutioniert – und das längst nicht mehr nur für ICT-Patient:innen. Der Report zeigt eindrucksvoll, dass der Nutzen von CGM-Systemen weit über die reine Insulindosierung hinausgeht. Sie dienen heute als visuelles Beweismittel für den Therapieerfolg:

  • 75 % der HCPs bestätigen: CGM-Feedback fördert eine dauerhafte Ernährungsumstellung [1, 4].

  • 71 % sehen einen direkten positiven Effekt auf das Bewegungsverhalten, da die prompte Stoffwechselreaktion motiviert [1].

Diagramm 2:„Auswirkungen von CGM bei Typ-2-Diabetes auf Ernährung und Bewegung“, Quelle: dt-report 2025.

Intermittierende Sensornutzung: Wer profitiert?

Dauermessung ist für viele Typ-2-Patient:innen ohne Insulin oft nicht nötig und von den Kassen meist nicht erstattet. Hier bietet der intermittierende Einsatz enorme Vorteile:

  • Bei T2D ohne Insulintherapie halten 76 % der Kolleg:innen den intermittierenden Einsatz für sinnvoll.

  • Bei Patient:innen mit basaler Insulintherapie (BOT) steigt diese Zustimmung auf 85 % [1].

Diagramm 3: „Intermittierende CGM-Nutzung - Sinnhaftigkeit bei verschiedenen Gruppen“, Quelle: dt-report 2025.

Das Una Health Programm nutzt intermittierende Sensornutzung gezielt bei jedem Programmlauf von 90 Tagen. In den Sensorphasen lernen Patient:innen, wie ihr Körper auf spezifische Mahlzeiten reagiert. Dabei werden postprandiale Glukoseverläufe in einfacher Ampelsystematik für Mahlzeiteneinträge und Lebensstilexperimente ausgewertet. Personalisierte Tipps helfen so Anpassungen in Ernährung und Lebensstil umzusetzen als starren Verzicht zu üben. Die Nicht-sensorphasen im Programm werden dann zur Etablierung dieser neuer Verhaltensweisen genutzt und schützen z.B. vor gefühlter Abhängigkeit von der Technik (siehe 2.4. Patientenperspektive: Akzeptanz vs. kognitive Belastung). So unterstützt Una Health den Wandel vom reinen Daten-Monitoring hin zu aktivem Feedback und gezielter Verhaltensanpassung.

2.3. DiGAs im Aufwind: Integration als Schlüssel zum Erfolg

Die Relevanz von DiGAs wird laut Report in den nächsten fünf Jahren um fast 75 % steigen (von 19 % auf 33 %) [1]. Der Bedarf an hochqualitativen Apps sei so hoch wie nie zuvor.

Wer profitiert am meisten? Kolleg:innen in Deutschland sehen ein breites Einsatzspektrum:

  • 54 % bei ICT-Patient:innen.

  • 47 % bei BOT/SIT-Therapien.

  • 45 % bei Patient:innen, die rein über den Lebensstil oder orale Antidiabetika geführt werden [1].

Diagramm 4: „Ländervergleich: Indikation für Diabetes-Apps“, Quelle: dt-report 2025.

Una Health deckt die gesamte Breite der ICD-10-Diagnose E11.- ab. Und wir adressieren die größten Barrieren, die Ihre Kolleg:innen für die Verschreibung von DiGAs im Report nannten:

  1. Nutzen & Evidenz: Unsere Studien belegen eine HbA1c-Senkung von -1,03 % nach 12 Wochen. Mit einer Adhärenz von 86 % und einer Weiterempfehlungsrate von 96 % beweisen wir, dass digitale Therapie funktioniert [2].

  2. Integration statt Paralleltherapie: Wir liefern Ihnen strukturierte Therapieberichte. Statt mühsamer Datenanalyse erhalten Sie einen Einblick in App-Nutzung, TIR und Lebensstildaten Ihrer Patient:innen für das Quartalsgespräch.

  3. Einfachheit: Über das PVS verordnen, den kostenlosen Rezeptservice nutzen und Patient:innen mit unseren saisonalen Rezeptbüchern motivieren (Kostenlose Bestellung hier: xxx)

2.4. Patientenperspektive: Akzeptanz vs. kognitive Belastung

Menschen mit Diabetes Typ 2 sind ist digital affiner als oft vermutet: Über 85 % stehen digitalen Tools positiv gegenüber [1]. Dennoch berichten viele von einem „Daten-Overload“, der zu Diabetes-Distress führen kann. Zu viele Zahlen ohne Kontext erzeugen Druck statt Hilfe.

Diagramm 5: „Sicht von Betroffenen auf Diabetestechnologie: Reduktion vs Neue Belastungen“, Quelle: dt-report 2025.

Diagramm 6: „Ursachen für neue Belastungen“, Quelle: dt-report 2025.

Die Una Health App wandeln Daten in Erkenntnisse um. Patient:innen wollen wissen: „Was bewirkt mein Abendessen?“ oder „Warum steigt mein Wert nach dem Sport?“. Die Una Health App bietet geführte Experimente, die diese Fragen beantworten. Durch die Reduktion auf handlungsrelevante Informationen senken wir die mentale Belastung und steigern die Selbstwirksamkeit [2].

2.5. Wo digitale Programme helfen: Die Schulungslücke und "Hybrid Care"

Die Schulungslücke schließen Es ist ein Weckruf für das System: Weniger als die Hälfte aller Typ-2-Patient:innen erhält im ersten Jahr nach der Diagnose eine strukturierte Schulung [1].

Diagramm 7: „Typ-2-Schulung nach Leitlinie innerhalb des ersten Jahres nach Diagnosestellung“, Quelle: dt-report 2025.

Una Health flankiert diese Lücke. Wir sind kein Ersatz für die persönliche Schulung durch eine Diabetesberater:in, aber Una kann ein niederschwellige Einstieg und Multiplikator sein. Durch erste Erfolge in der Selbstwirksamkeit können Patient:innen motivierter sein an einer Schulung teilzunehmen. Außerdem kann die Una-App Schulungsteilnehmende außerhalb der Schulung begleiten und helfen, das dort gelernte Wissen in den harten Alltag zu transferieren.

Potential für Hybrid Care In einer Zeit, in der GLP-1-Präparate (die „Abnehmspritze“) medial omnipräsent sind, ist die Kombination mit einer DiGA wie Una Health der Goldstandard. Wir nennen das Hybrid Care: Das Medikament senkt die biologischen Hürden, während Una Health das Fundament für ein dauerhaft gesundes Verhalten baut. Nur so lässt sich der berüchtigte Jo-Jo-Effekt nach Absetzen der Medikation verhindern.

 

3. Fazit für die Praxis

Der dt-report 2025 macht deutlich: Die Technologie ist bereit und die Patient:innen sind es auch. Die verbleibende Hürde ist die konsequente Integration in den Behandlungsalltag.

  • Für Diabetolog:innen & Hausärzt:innen: Nutzen Sie Una Health als extrabudgetäres Werkzeug. Es unterstützt Sie dabei, Therapieziele (HbA1c, Gewichtsreduktion) für eine breite Gruppe Ihrer Patient:innen zu erreichen.

  • Für Diabetesberater:innen: Nutzen Sie die DiGA z.B. als „digitale Hausaufgabe“. Die Daten aus der App machen Ihre Beratung im DMP-Gespräch oder Schulung präziser und effektiver.

Lassen Sie uns 2026 zum Jahr machen, in dem wir die Versorgung von Menschen mit Diabetes Typ 2 durch die intelligente Verbindung von klinischer Exzellenz und digitaler Innovation auf ein neues Level heben.

 

Quellenverzeichnis

  1. dt-report 2025. Digitalisierung und Technologie in der Diabetologie. Herausgegeben von Prof. Dr. med. Bernhard Kulzer et al., Stand Februar 2025. https://dt-report.de/

  2. Bretschneider, M. P., et al. (2023). Verbesserung der Lebensqualität durch das Programm von Una Health. Abstract DGIM / DDG.

  3. DDG & #dedoc. Positionspapier: Sprache und Diabetes.

  4. Medical Tribune (2025). Tec-Update: Ergebnisse des dt-reports 2025 – Teil 1. [Link]

  5. Trustpilot. Bewertungen zu Una Health. https://de.trustpilot.com/review/unahealth.de

Pflichtangaben: Una Health für Diabetes ist eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zur Unterstützung der Therapie bei Typ-2-Diabetes mellitus. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Gebrauchsanweisung und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. (PZN: 19235763)

 
 
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So verordnen Sie Una Health für privatversicherte Patient:innen (PKV)